Was der Butler sah

(Joe Orton)

 

Inszenierung

Caroline Stolz

Bühne und Kostüm

Lorena Díaz Stephens & Jan Hendrik Neidert 

Dramaturgie

Dagmar Borrmann

Mit

Evelyn Faber / Michael Günther Bard / Franziska Werner / Benjamin Krämer-Jenster / Robert Oschmann / Lars Wellings

Premiere

14. Januar 2012

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

 

 

Psychopathie und Perfektion

(…) Auf das grobschlächtige daran setzt Caroline Stolz in ihrer Inszenierung für die Wiesbadener Wartburg aber nicht noch einen drauf (Blut, Nackheit, hier wäre einiges möglich). Sie macht auch kein herkömmliches Boulevard (ebenfalls absolut denkbar). Eher begegnet sie dem allem mit einem durchgefeiltem Max-und-Moritz-Humor, der die Schärfe mit possierlichen Bildern zur Blüte bringt.

(…) Caroline Stolz nimmt es leicht, aber nicht lieb.

(…) Gerade bei ihm fällt auf, wie Stolz das Chaos nicht dem Zufall überlässt (...) Ein perfekter Ablauf, für den jede Hose und Person präpariert wurden.

Frankfurter Rundschau, 17.01.2012

 

Spielwitziger Kuddelmuddel

(…) Wartburg-Leiterin Caroline Stolz hat Joe Ortons Komödie ‚Was der Butler sah‘ in Szene gesetzt – und zu einem bunten, spielwitzigen Kuddelmuddel verwurstet, bei dem kein Auge trocken bleibt.

(…) Ortons Stück überschlägt sich auf der Bühne der Wartburg in rasanter Bilderfolge mit dem klamotteneigenen Türknallen, den Vertuschungen, Verwechslungen, Verkleidungen der Figuren bis zum blutig verwirrten Showdown mit unvorhersehbarer Auflösung in Familienzusammenführung. Nervtötend, aber gut gemacht.

(…) Caroline Stolz inszeniert den Sog von Nacktheit und erotischem Hunger mit zunehmendem Tempo.

Wiesbadener Tagblatt, 16.01.2012

 

Nette Verrückte

(…) Die Regisseurin Caroline Stolz hat das Talent, die Wartburg-Bühne des Wiesbadener Staatstheaters temporeich und witzig zu bespielen, schon vielfach bewiesen. Sie kann außerdem ein starkes Ensemble glänzend führen.

Darmstädter Echo, 19.01.2012

 

Hinterm Guckloch lauert die Schweinigelei

(…) Die Flottheit, mit der die Regie Doktor Prentice Frau, den irren Regierungsinspekteur Doktor Rance, den Hotelpagen, Liebhaber und Erpresser von Mrs. Prentice sowie einen Inspektor-Clouseau-Polizisten einführt und die türenklappernde Jagd ins aberwitzige Tempo von Verheimlichen und Heucheln treibt ist durchaus boulevardesk.

Frankfurter Neue Presse, 17.01.2012