Viel Lärm um nichts

(William Shakespeare / Brandon Larch)

 

Inszenierung

Caroline Stolz

Bühne und Kostüm

Lorena Díaz Stephens & Jan Hendrik Neidert 

Musikalische Leitung

Frank Rosenberger

Dramaturgie

Anika Bardos

Mit

Franziska Werner, Nils Kreutinger, Fabian Stromberger, Benjamin Krämer-Jenster, Rajko Geith, Franzsika Beyer

Musiker

Lucas Dillmann

 

Premiere

02. März 2013

 

 

 

WOCHE JUNGER SCHAUSPIELER: Ensemble des Wiesbadener Staatstheaters brillierte mit stilsicherer Inszenierung von „Viel Lärm um Nichts“

Nach 105 betörenden Minuten endloser Beifall

Nach 105 pausenlosen Minuten bleibt man, Beifall klatschend, lächelnd im Theatersitz kleben, noch immer angenehm verstört von dieser in jeder Hinsicht betörenden Inszenierung, deren Zauberkräften man sich nicht entziehen kann. Kaum zu überbietende Inszenierung

(…) Als man Zeit und Raum zurückerobert hat, stellt man fest: Das Mittlere der drei Stücke im Rahmen der diesjährigen Woche junger Schauspieler war an Spielfreude, dramaturgischen Kniffen und stilsicheren Effekten kaum zu überbieten. Mit ihrem ersten Shakespeare hat die Bonner Regisseurin Caroline Stolz für das Wiesbadener Staatstheater gleich einen Hit gelandet: Nah am Geist des Autors und dennoch unverschämt modern, ästhetisch überzeichnet und dennoch fest verwurzelt in den Strukturen dieser gut gebauten Komödie. Der Spaß an den schnellen Wortwechseln, an grobkörnigen Figuren und dem betont spielerischen Duktus von "Viel Lärm um Nichts" ist der Leiterin der Wartburg (seit 2008) in jeder Szene anzumerken. Im sehr gut besuchten Parktheater wurde die Aufführung am Montag immer wieder von Szenenapplaus unterbrochen.
(…) Endloser Applaus im Saal. Theater - alles inklusive.

Morgenweb Bensheim, 25.03.2014

 

Bis der Jux tragisch wird

(…) Am Wiesbadener Staatstheater sorgt Shakespeare für 100 Minuten Kurzweil. Dort gelingt die schwere Kunst der Leichtigkeit.

Regisseurin Caroline Stolz gehört zu den wenigen Stammkräften an großen Theatern, der man blanko bescheinigen darf: Sie kann Komödie. Und sie darf es in Wiesbaden auch immer wieder zeigen.

Als Leiterin der Außenspielstätte Wartburg hat sie das vielfach bewiesen. Im Kleinen Haus präsentiert sie nun Shakespeare zwischen Volkstheater, Schlagersause und Stummfilmgroteske, mit Lust an der Albernheit und Gespür für die Tragikkomik, Sinn für den Rhythmus der Pointen und viel Phantasie für schräge Bildfindungen.

(…) Die sechs Wiesbadener Schauspieler meistern Stimmungssalti ebenso locker, wie sie ihre zwölf Rollen wechseln.

(…) Da zeigt sich das ganze Wiesbadener Lustspielglück. Caroline Stolz kann Komödie – und ihr Ensemble steckt voller Komödianten.

Darmstädter Echo, 09.03.2013

 

Dieser Shakespeare ist der letzte Schrei!

Geile Vorstellung im kleinen Haus des Staatstheaters.

(…) So packend und mitreißend, so locker, leicht und lustig, dass man komplett die Zeit vergisst. 100 Minuten vergehen wie im Flug. Witzreich flott inszeniert von Caroline Stolz.

(…) Irres Vergnügen. Theater vom Feinsten.

Wertung: TOLL.

Bildzeitung, 11.03.2013

 

Gut geöltes Theaterzaubermaschinchen

(…) Mit humorvoll ausgestellter Künstlichkeit überzeugt Caroline Stolz´ Inszenierung von „Viel Lärm um nichts“ am Staatstheater Wiesbaden.

(…) Wie Caroline Stolz die surreale Mechanik das radikal auf pausenlose Spielfilmlänge eingekürzten Stücks einerseits eingekürzten Stücks einerseits vorgeführt und gleichzeitig vergessen macht, ist überaus sehenswert, ja über weite Strecken begeisternd.

(…) Und man möchte auch nicht entscheiden müssen, welchen der vielen hinreißend komischen Einzeleinfälle Caroline Stolz hätte weglassen sollen. Die Schar der sechs Schauspieler, die da über die Bühne wirbelt und die mindestens fünfzehn Rollen des Stücks in fliegendem Wechsel verkörpert, hat so unübersehbar Spaß an diesem Ideenfüllhorn, dass die dramaturgisch gewiss gebotene Disziplin die theatralische Gesamtwirkung eher geschmälert hätte.

(…) Keinen Moment Pause gönnt Caroline Stolz Ihrer Truppe, es gibt niemals Leerlauf in diesem so gut geölten Theaterzaubermaschinchen. Immer wieder von Szenenapplaus unterbrochen, steigerte sich bei der Premiere der Jubel im Kleinen Haus des Staatstheaters am Ende verdientermaßen zum Orkan.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2013

 

Bis unter die Halskrause

(…) Fürs Kleine Haus hat Caroline Stolz die Komödie um eigentlich nichts stilsicher und mit einem sprühenden Ensemble inszeniert.

(…) Caroline Stolz zeiht als Regisseurin die Spieluhr auf. Köstliche 100 Minuten lang. Stilsicher bis unter die Halskrause, pointenreich nicht allein durch den Shakespeare-Text, mit einem durch und durch flexiblen und sprühenden Ensemble.

(…) Caroline Stolz hat in aller aufgedrehten Spielfreude nichts vergessen (...) Das Ganze ist ein hoch gestyltes Maskenspiel, schnell und präzise, pointenreich und schlagkräftig. Klamauk darf zum Lärmen gehören, wenn sechs Darsteller/innen in zwölf Rollen ein Nichts verhandeln. Für nichts als fürs Amüsement des Publikums. Das ist gelungen. Der Applaus war variantenreich und zog sich in die Länge.

Wiesbadener Kurier, 04.03.2013

 

Wo die Bonbons fliegendem

(…) Eine zwar derbe, aber auch sehr lustige Textfassung hat Caroline Stolz ausgesucht, um daraus eine in jeder Hinsicht zupackende, keinen Kalauer und keine Grimasse scheuende Inszenierung zu machen.

(…) Ein grandioser, temporeicher Spaß ist diese pausenlose, eindreiviertelstündige Inszenierung. Caroline Stolz hat die Textsahne dick aufgeschlagen, sich keinen Gag und kein kunterbuntes Ausschmücken verkniffen.

(…) Und trotzdem ist der Abend erstaunlicher Weise nicht nur lustig. Kurz vor Schluss, ehe alle sich kriegen, gibt es ein paar stille, ernste Momente – und auch sie funktionieren.

Frankfurter Rundschau, 04.03.2013