Die bessere Hälfte

(Alan Ayckbourn)

 

Inszenierung

Caroline Stolz

Bühne und Kostüm

Lorena Díaz Stephens & Jan Hendrik Neidert 

Dramaturgie

Anika Bardos

Mit

Wolfgang Böhm, Evelyn Faber, Magdalena Höfner, Fabian Stromberger, Nils Kreutinger, Franziska Werner

 

Premiere

10. Januar 2014

 

 

 

Boulevard für Fortgeschrittene

Kein anderes großes Theater der Region verfügt über solch ein schön schräges Komödienhaus. Und mit dem alten Alan Ayckbourn legt Stolz nun ein neues Meisterstück vor. (…) Ayckbournes Stück ist eine Herausforderung für Fortgeschrittene. Also für eine Regisseurin wie Caroline Stolz, die verlässlich dafür sorgt, dass am Wiesbadener Staatstheater der Irrwitz blüht. (…) Ganz unabhängig von der Story lässt sich das als Schauspielschulungsstück in Sachen Timing und Choreografie bestaunen. Und es kann nur gelingen, weil hier sechs hoch konzentrierte Akteure auch dann noch stumm mitspielen, wenn sich die Handlung gerade in die andere Wohnstube verlagert. Wolfgang Böhm und Evelyn M. Faber sind als Frank und Fiona ein Paar, das auch aus einem Loriot-Sketch stammen könnte. Bob (Nils Kreutinger) und Teresa (Franziska Werner) karikieren ein vom Kleinkind strapaziertes Gespann mit Turnhose und Lockenwickler. Magdalena Höfner spielt mit der Begriffsstutzigkeit der verhuschten Mary, während Fabian Stromberger als ihr William zwar den schnittigen Macher gibt, aber auch nie durchblickt. (…) Wenn die Wohnzimmerschlacht am chaotischsten wirkt, muss die Ordnung im Spiel am größten sein. Das ist die Kunst der Komödie, die hierauf höchstem Niveau zu bestaunen ist.

 

Darmstädter Echo, 13.01.2014

 

 

Beim Fremdgehen braucht man einen kühlen Kopf

Lange nicht mehr so viel gelacht: Caroline Stolz inszeniert Alan Ayckbourn „Die bessere Hälfte“ in der Wartburg des Staatstheaters Wiesbaden. (…) Ayckbourn verschränkt Szenen und Orte, lässt sie gleichzeitig in einem Bühnenraum spielen und entlarvt damit Parallelen zwischen den Figuren und Konstellationen. Ein herrlicher Kniff, der für zusätzliche Komik sorgt. In Wiesbaden umso mehr, als Regisseurin Caroline Stolz und ihre Schauspieler ihn meisterlich umsetzen.

 

Frankfurter Neue Presse, 13.01.2014

 

 

Irrer Spaß in Wiesbaden – Ehebruch in der Wartburg-Besucher


(…) so komisch und fumlinant gespielt, dass man vor Lachen außer Atem kommt.

Wertung: TOLL.

 

Bildzeitung, 20.01.2014

 

 

Kuddelmuddel mit Käseigel

Timing ist hier wie stets in der Komödie alles. Derweil sitzen die Zuschauer in der Wartburg um die Spielfläche und mithin gleichsam mit im stilechten Ausstattungsbild der siebziger Jahre, trinken vielleicht ein Bier oder auch Gläschen Wein, knabbern Salzstangen und Partygebäck oder greifen nach Herzenslust mitten hinein in einen der zur gefälligen Bedienung bereitgestellten Käseigel. (...) Das Premierenpublikum war ganz zu Recht begeistert.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2014

 

 

Wenn das Nichts alles ist

Unumstrittener Höhepunkt des Abends ist das Zusammentreffen der Protagonisten zu einem Dinner for Six: Die Fosters (in Rot) und die Phillipsens (in Grün) treffen mit den Featherstones (in Blau) zusammen, an einem Tisch, der durch zwei ineinandergeschobene trefflich in Szene gesetzt ist. Hier gelingt Stolz ein köstlicher Einfall, der durch die unterschiedliche Beleuchtung in Rot und Grün das ganze Kuddelmuddel auf den Punkt bringt. (...) „Die bessere Hälfte“ wird ein Theaterhit der Saison bleiben, versprochen.

 

Wiesbadener Kurier, 13.01.2014

 

 

Käse-Igel zum Eheknatsch

Stolz hat die großartig choreografierte Beziehungsfarce ohne Scheu vor Klamauk und mit viel Fingerspitzengefühl für die Charaktere inszeniert, die ihren bis in die Details anspruchsvollen Parcours in hohem Tempo beeindruckend bewältigen. (...) Beste Unterhaltung und Bauchweh vor Lachen.

 

Strandgut, Februar 2014