Amphitryon

(Peter Hacks)

 

Inszenierung

Caroline Stolz

Bühne und Kostüm

Lorena Díaz Stephens & Jan Hendrik Neidert 

Dramaturgie

Anika Bardos

Mit
Magdalena Höfner, Michael Günther Bard, Nils Kreutinger, Wolfgang Böhm, Fabian Stromberger

 

Premiere

07. März 2014

 

 

 

Die Götter seifen uns ein

(…) Der DDR-Dramatiker Peter Hacks wollte Ende der Sechziger die Vorzüge der Vorlagen in seiner Fassung vereinen. Als Dreiakter mit klassizistischem Blankvers. Das war zu viel gewollt, die Verwechslungskomödie ist etwas hüftsteif geraten, das
Erkenntnisschockspiel steht den Irrungen immer irgendwie im Weg. Im Kleinen Haus des Staatstheaters Wiesbaden aber ist das kein großes Manko, denn dort inszeniert Caroline Stolz.
Diese Regisseurin hat einen Sinn für szenische Entwürfe, in denen Spielsituationen flott aufgehen. Und so macht sie auch dem etwas humpelnden Hacks über 90 Minuten Beine. Also, kein Maskenspiel, wie es der Autor wollte. „Amphitryon“ ist in Wiesbaden eine Schaumparty für den großen Einseifer: Jupiter und Assistent Merkur.
(…) Dass der Abend auch molièresche Spielfreude bietet, ist dem souveränen Zugriff der Regie zu verdanken.

Darmstädter Echo, 27.03.2014

 

 

Der Schaum der Liebe

(…) Der viele Schaum ist eine schöne, effektvolle und sehr passende komische Idee, die sich Caroline Stolz mit ihrem Bühnen- und Kostümbildnern (…) erdacht hat. Und Stolz weiß ihn auch bühnenwirksam zu nutzen. (…) Auch mit Hacks „Amphitryon“ zeigt Stolz wieder ihr komisches Talent im Umgang mit Irrungen und Wirrungen der Liebe oder dem, was man dafür hält.

(…) Ach! Nach dem berühmtesten Seufzer der Theatergeschichte begeisterter Applaus für diese eher selten gespielte Fassung von „Amphitryon“.

Frankfurter Neue Presse, 12.03.2014

 

 

Amphitryon“-Schaumbad im Wiesbadener Theater

Das Schaumtableau gibt eine Spritzigkeit vor, die sich in Details der Inszenierung, Kostüm und Requisite fortsetzt. (…) Und was bleibt, wenn die Götter gehen? In dieser Aufführung genialerweise die berühmteste aller Theaterschluss-Silben, das Kleist‘sche „Ach“ aus dem Munde beider betrogenen Menschenskinder. Und, sicher, viel Applaus.

Wiesbadener Tagblatt, 10.03.2014